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Lastganganalyse für Unternehmen: Netzentgelte gezielt senken.

Hochspannungsleitungen und Strommasten vor blauem Himmel – Symbolbild für Stromnetz und Energieinfrastruktur.
Gruppe junger Professionals analysiert Daten an Laptops.
Strommast mit Hochspannungsleitungen von unten fotografiert gegen blauen Himmel.
Digitales Diagramm mit grünem Lastgangverlauf – Visualisierung von Stromverbrauch und Leistungsspitzen.

Was ist eine Lastganganalyse und für wen ist sie relevant?

Unternehmen mit einem registrierenden Leistungsmessgerät (RLM) oder einem intelligenten Messsystem (IMS) verfügen nicht nur über eine viertelstundengenaue Erfassung ihres Stromverbrauchs, sondern damit zugleich über eine belastbare Datengrundlage – den sogenannten Lastgang. Dieser wiederum zeigt detailliert auf, wie sich der Energiebedarf sowohl im Tages- als auch im Wochen- oder Jahresverlauf entwickelt. Insbesondere für größere Gewerbebetriebe oder die Industrie ist diese Transparenz entscheidend, da sie dadurch energetische Schwachstellen frühzeitig erkennen und konkrete Einsparpotenziale ableiten können.

Die Lastganganalyse dient in diesem Zusammenhang der systematischen Auswertung dieser Verbrauchsdaten. Dabei besteht das Ziel darin, kurzzeitige Lastspitzen zu identifizieren, typische Verbrauchsmuster aufzudecken und darauf aufbauend Strategien zur Reduktion von Netzentgelten abzuleiten. Auf diese Weise lassen sich Energiekosten nicht nur transparenter darstellen, sondern zugleich nachhaltig optimieren.

Netzentgelte verstehen: Warum die Leistung zählt.

Netzentgelte machen – neben dem eigentlichen Energiepreis – einen großen Teil der Stromrechnung aus und stellen damit einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Sie werden dabei vom örtlichen Netzbetreiber erhoben und decken unter anderem die Kosten für den Bau, den Betrieb sowie die Instandhaltung der Stromnetze ab. Somit tragen sie maßgeblich zur Finanzierung der gesamten Netzinfrastruktur bei.

Bei Kunden mit RLM- oder IMS-Zähler ist insbesondere die sogenannte Leistungskomponente von zentraler Bedeutung. Diese wiederum richtet sich nach der höchsten bezogenen elektrischen Leistung innerhalb eines definierten Abrechnungszeitraums, die in der Regel in einem 15-Minuten-Intervall gemessen wird. Entscheidend ist dabei, dass diese Spitzenleistung (Peak) für die gesamte Abrechnungsperiode als Bemessungsgrundlage herangezogen wird und folglich erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten hat.

Das bedeutet: Selbst wenn ein Unternehmen im Durchschnitt nur wenig Strom verbraucht, kann bereits eine einzige hohe Leistungsspitze dennoch überdurchschnittlich hohe Netzentgelte verursachen. Infolgedessen kommt dem gezielten Lastmanagement eine zentrale Rolle bei der Optimierung der Stromkosten zu.

Mit biddingground können Unternehmen bereits im Rahmen des Ausschreibungsprozesses direkt angeben, ob sie eine Lastganganalyse wünschen, sodass von Anfang an die richtigen Anforderungen definiert sind. In diesem Fall werden ausschließlich Versorger eingeladen, die diesen Service auch anbieten, so erhalten Sie von Beginn an passgenaue Angebote.

Lastganganalyse: Warum sind Leistungsspitzen für Netzbetreiber kritisch?

Leistungsspitzen stellen das Stromnetz vor große Herausforderungen, da Strom jederzeit in Echtzeit erzeugt, transportiert und zugleich verbraucht werden muss – während eine Zwischenspeicherung nur sehr begrenzt möglich ist. Folglich muss das Netz zu jedem Zeitpunkt exakt auf die aktuelle Nachfrage reagieren. Wenn also viele Verbraucher gleichzeitig große Mengen Strom abrufen, dann muss das Netz entsprechend dimensioniert sein, damit es diese Last zuverlässig tragen kann.

Dies wiederum führt zu einem kostenintensiven Netzausbau, denn Transformatoren, Leitungen und Schaltanlagen müssen nicht nur für den Durchschnittsverbrauch, sondern insbesondere für seltene, jedoch extreme Lastfälle ausgelegt werden. Um diese erforderlichen Reservekapazitäten zu finanzieren, erheben Netzbetreiber entsprechende Netzentgelte – vor allem über die leistungsabhängige Komponente bei RLM-/IMS-Kunden. Wer daher regelmäßig hohe Peaks verursacht, beteiligt sich infolgedessen überproportional an den Netzkosten.

Peak Shaving: Wie Lastganganalyse Kosten senkt.

Ziel einer Lastganganalyse ist es, diese Peaks zunächst transparent zu machen und anschließend darauf aufbauend gezielt sogenannte „Peak Shaving“-Maßnahmen einzuleiten. Dabei geht es insbesondere darum, Lastspitzen nicht nur zu identifizieren, sondern sie darüber hinaus systematisch zu reduzieren. Unter diesem Begriff versteht man folglich das bewusste Vermeiden, Verschieben oder Glätten von kurzfristigen Leistungsspitzen. Technisch lässt sich dies beispielsweise durch folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Prozessoptimierung: zeitversetztes Anfahren großer Verbraucher
  • intelligentes Lastmanagement
  • Batteriespeicher, die in Peak-Zeiten einspeisen
  • Nutzung eigenerzeugter Energie (z. B. aus Photovoltaik)

Bereits kleine Anpassungen können große Effekte haben, denn jeder vermiedene Kilowatt Peak-Leistung reduziert die Netzentgelte dauerhaft. 

HT/NT-Zeiten: Netzentgelte nach Tageszeit optimieren.

Viele Netzbetreiber differenzieren ihre Netzentgelte nicht pauschal, sondern abhängig von bestimmten Tageszeiten: So gelten Hochtarifzeiten (HT) typischerweise tagsüber, während hingegen in Niedertarifzeiten (NT) – beispielsweise nachts oder an Wochenenden – entsprechend günstigere Entgelte anfallen. Dadurch entsteht eine preisliche Spreizung, die gezielt genutzt werden kann.

Unternehmen mit flexiblen Prozessen können in diesem Zusammenhang davon profitieren, indem sie gezielt ihre Lasten in NT-Zeiten verlagern und somit günstigere Netzentgelte in Anspruch nehmen. Ob und in welchem Umfang solche Verschiebungen technisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll sind, lässt sich wiederum durch eine fundierte Lastganganalyse ermitteln. Auf diese Weise wird transparent, wo konkrete Optimierungspotenziale bestehen und wie sie strategisch genutzt werden können.

Netzentgelte: Rolle von Lieferant, Netzbetreiber und biddingground.

Netzentgelte werden zwar durch den zuständigen Netzbetreiber erhoben, jedoch vom Lieferanten in der Abrechnung lediglich weitergegeben – und zwar ohne Aufschlag oder zusätzliche Margen. Damit handelt es sich folglich um einen „durchlaufenden Posten“ im Strompreis, während der Energieversorger ausschließlich den eigentlichen Energieanteil verkauft. Insofern besteht auf diesen Kostenbestandteil seitens des Lieferanten kein direkter Einfluss.

biddingground hingegen schafft an dieser Stelle gezielt Transparenz: Bereits beim Anlegen einer Ausschreibung können Unternehmen nicht nur ihre Verbrauchsdaten hinterlegen, sondern zugleich angeben, ob sie die Möglichkeit einer Lastganganalyse wünschen. Daraufhin werden ausschließlich Versorger zur Angebotsabgabe eingeladen, die diesen Service auch tatsächlich anbieten, sodass die eingehenden Angebote den definierten Anforderungen entsprechen. Auf diese Weise stellt biddingground sicher, dass Ausschreibungen konsequent auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind und gleichzeitig Versorger mit echtem Mehrwert im Wettbewerb berücksichtigt werden.

Wie Versorger die Lastganganalyse ermöglichen.

Viele Energieversorger bieten im Rahmen ihrer Sonderkundenbetreuung nicht nur klassische Vertragsmodelle an, sondern darüber hinaus spezielle Online-Portale oder Energiemanagementsysteme, über die Kunden direkten Zugang zu ihrer Lastgangmessung erhalten. Dort wiederum werden die Stromverbräuche viertelstundengenau visualisiert und entweder als interaktive Diagramme oder alternativ als herunterladbare Datenreihen zur Verfügung gestellt. Über ein individuelles Kundenkonto können Unternehmen somit ihre historischen Verbrauchsprofile detailliert analysieren, Leistungsspitzen gezielt identifizieren und darauf aufbauend potenzielle Einsparmaßnahmen ableiten.

Technisch betrachtet handelt es sich bei dieser Lösung im Kern um eine Schnittstelle in das Energiemanagementsystem des jeweiligen Lieferanten, wobei Umfang, Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität je nach Anbieter unterschiedlich ausgeprägt sind. Genau hier setzt biddingground an, indem diese Fähigkeit bereits im Ausschreibungsprozess transparent gemacht wird: Sofern gewünscht, werden ausschließlich Lieferanten zur Angebotsabgabe eingeladen, die eine entsprechende Analyseplattform anbieten. Auf diese Weise können Unternehmen gezielt mit Anbietern zusammenarbeiten, die nicht nur Strom liefern, sondern zugleich Transparenz, Auswertungsmöglichkeiten und praxisnahe Analysewerkzeuge bereitstellen.

Mit biddingground entscheiden Sie selbst:
Ob mit oder ohne Lastganganalyse, Sie geben im Ausschreibungsprozess an, was Sie benötigen.

Wie sich der Industriestrompreis in Deutschland entwickelt hat.

Die folgende Übersicht zeigt die durchschnittlichen Bruttopreise für industrielle Abnehmer mit Jahresverbräuchen zwischen 500 und 2.000 MWh, basierend auf offiziellen Quellen (u. a. Eurostat, BNetzA):

Wie sich der Industriestrompreis in Deutschland entwickelt hat.

Der gesamte Energieausschreibungsprozess ist einfach und transparent. In unseren FAQ zur Energieausschreibung erklären wir Ihnen alle Schritte detailliert, sodass Sie sicher durch den Prozess navigieren können. Sie erhalten hilfreiche Informationen darüber, wie Sie Ihre Daten richtig eingeben und was bei der Auswahl der Angebote zu beachten ist.

Vorteile der Energieausschreibung bei biddingground

  • Volle Kontrolle: Sie steuern den gesamten Prozess und erhalten maßgeschneiderte Angebote, die perfekt zu Ihrem Bedarf passen.

  • Wettbewerbsfähige Preise: Durch den Vergleich verschiedener Anbieter finden Sie die besten Konditionen für Ihre Energieversorgung.

  • Transparente Informationen: Alle relevanten Details zu Lieferzeiten, Vertragskonditionen und Preisen werden klar und verständlich dargestellt, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Fazit: Daten kennen heißt Kosten senken.

Eine präzise Analyse des Stromverbrauchs ist daher der Schlüssel zu echten Einsparungen bei den Netzentgelten, da sie Transparenz über kostenrelevante Lastspitzen schafft. Gerade Unternehmen mit auslesbaren RLM- oder IMS-Zählern haben hierbei einen direkten Hebel, weil sie auf einer belastbaren Datenbasis Optimierungsmaßnahmen ableiten können. Die Lastganganalyse ist folglich mehr als nur ein technisches Tool, denn vielmehr ist sie ein strategisches Instrument zur ganzheitlichen Optimierung der Gesamtstromkosten.

Mit biddingground werden diese Potenziale nicht nur theoretisch aufgezeigt, sondern konkret nutzbar gemacht: strukturiert, digital und zugleich zielgerichtet.

Ihre Fragen – unsere Antworten.

Unser Angebot ist derzeit beschränkt auf Unternehmen mit Verbrauchsstellen in Deutschland. Ansonsten sind keine Voraussetzungen zu erfüllen.

Nein, biddingground lädt qualifizierte Energieversorger automatisch zur Ausschreibung ein. Sie erhalten alle Angebote übersichtlich über unsere Plattform – transparent und unkompliziert. Sie können auch gerne ihre Wunschkandidaten aktiv einladen oder uns dazu beauftragen.

Mit biddingground können Sie beliebig viele Abnahmestellen in einer Ausschreibung bündeln – auch wenn diese bisher von unterschiedlichen Versorgern beliefert wurden. Das spart Zeit und ermöglicht eine zentrale Bündelung der Energiemengen, um bessere Konditionen zu erzielen. Trotzdem bleibt die Abwicklung flexibel: Für jede Abnahmestelle können eigene Rechnungsempfänger, Lieferzeiträume und Ansprechpartner hinterlegt werden – ideal für Hausverwaltungen, Konzerne oder Franchisebetriebe.

Das Anlegen einer Ausschreibung auf biddingground ist einfach und intuitiv:

  1. Registrieren und anmelden: Starten Sie kostenlos mit einem bidBasic-Konto oder beginnen Sie mit einem bidPlus oder bidEnterprise-Konto.
  2. Ausschreibung anlegen: Über ein geführtes Online-Formular geben Sie Ihre Verbrauchsdaten, Abnahmestellen und gewünschten Lieferzeiträume ein.
  3. Besonderheiten in der Vertragsgestaltung festlegen. Alle Varianten, deren Vor- und Nachteile werden ausführlich in der Plattform beschrieben.
  4. Den Zeitpunkt für den Zuschlag festlegen. Denn nur, wenn auch der Zeitraum für alle Anbieter identisch ist, kann wirklich verglichen werden.
  5. Ausschreibung starten: biddingground übermittelt die Anfrage an passende Energielieferanten – vollständig digital, und standardisiert.

Am Vergabetag erhalten Sie Angebote, die Sie direkt auf der Plattform vergleichen können und innerhalb des Zeitraums der Preisbindung (Bindefrist) annehmen können. Da alle Vertragsdetails für alle Anbieter identisch sind, können sie die Preise direkt im bidVergleich einsehen und ein Angebot annehmen.

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FAQ

Sie geben Ihren Strom- oder Gasbedarf bequem über biddingground ein – inklusive Angaben wie:

  • Verbrauchsdaten (z. B. Lastgang, Leistungsspitzen)
  • Abnahmestellen (einzeln oder gebündelt)
  • Lieferzeitraum und gewünschte Vertragskonditionen

Die geprüften Anbieter erhalten diese Informationen und senden Ihnen passende Angebote.

Nein. Jede biddingground Ausschreibung ist unverbindlich. Sie entscheiden frei, ob und mit welchen Energielieferanten Sie einen Vertrag abschließen möchten.

Ja. Ihre Informationen werden nur den teilnehmenden Anbietern bereitgestellt – selbstverständlich vertraulich und compliance-konform. Unsere Plattform erfüllt aktuelle Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

Durch die Speicherung Ihrer Ausschreibungsdaten werden zudem künftige Beschaffungen vereinfacht und beschleunigt.